Nächste Mitgliederversammlung
Propstei Leipzig | Emil-Fuchs-Str. 2-4
Ausstellung "Dem Glauben dienend - Sakrales Gerät in der Moderne"
Weiterlesen... 08.10.2011Erster Nachbarschaftsempfang
im Gartenhaus des Mendelssohnhauses
Aufbau des Kirchmodells, 14:00 Uhr
Propstei Leipzig | Emil-Fuchs-Str. 2-4
3. Stammtisch
19.00 Uhr im RevueTheater Palmengarten, Jahnalle 52
Archäologische Grabungen laufen
Bauplatz Neue Propstei Leipzig | Nonnenmühlgasse
Die erste Trinitatiskirche wurde 1847 westlich des neuen Rathauses auf einem Grundstück an der Rudolphstraße fertiggestellt.
die Ruine der Kirche wurde von der Gemeinde mühsam gesichert, durfte dann auf Beschluss der kommunis- tischen Regierung nicht wieder aufgebaut werden, die Ruine wurde 1954 gesprengt.
Über viele Jahre waren wir dann zu Gast in der evangelischen Universitätskirche Leipzig. 1968 musste die Gemeinde miterleben, wie diese Kirche gesprengt wurde, weil sie nicht in das Bild einer sozialistischen Stadt passt.
Weitere Jahre der Wanderschaft der Gemeinde folgten, als Gast durch verschiedene Gottesdiensträume. Hier durften wir über die Jahre viele gute ökumenische Erfahrungen machen und große Unterstützung der evangelischen Geschwister erleben. Ende der 70er Jahre wurde staatlicherseits einem Neubau zugestimmt, aber nur außerhalb des Stadtzentrums. Kirche sollte und durfte nicht auffallen. Im Jahre 1982 wurde die heutige Propsteikirche geweiht mit dem Standort Emil-Fuchs-Straße, damit wurde die Pfarrei St. Trinitatis und mit ihr die katholische Kirche aus dem Zentrum Leipzigs verdrängt.
Bereits kurz nach der Fertigstellung der jetzigen Propstei zeigten sich erhebliche Bauschäden, die durch ein falsches Baugrundgutachten und eine unzureichende Gründung verursacht wurden. Inzwischen hat sich der Bauzustand gravierend verschlechtert und die Kosten für die laufenden Sanierungen, den Unterhalt und die Beheizung der Gebäude sind so unkalkulierbar geworden, dass der Beschluss gefasst wurde, einen Neubau zu errichten. Das historische Areal an der Rudolphstraße steht für diesen Neubau nicht zur Verfügung, da es seit Jahrzehnten mit einer Schule bebaut ist, die auch längerfristig Bestand haben wird. Deshalb erwirbt die Gemeinde von der Stadt Leipzig das Grundstück zwischen Martin-Luther-Ring, Peterssteinweg und Nonnenmühlgasse.
Mit dem neuen Projekt verbindet die Gemeinde - die 1923 zur Propstei erhoben wurde und damit eine besondere Rolle in der Stadt und der Region einnimmt - das Ziel, wieder stärker in das Zentrum der Leipziger Innenstadt zu rücken und einen räumlichen Bezug zum Standort der ersten Trinitatiskirche herzustellen. Das Grundstück ist neben den historischen Bezügen aber auch besonders geeignet, weil es sehr gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden ist - bis hin zur künftigen Haltestelle „Leuschnerplatz” des im Bau befindlichen Eisenbahntunnels. Für eine Kirche, besonders aber für eine Propstei, die pfarrübergreifend als katholische Zentralkirche und -gemeinde für Leipzig fungiert, ist dies von besonderer Bedeutung. Mit einer neuen katholischen Kirche im Stadtzentrum will die Gemeinde im Sinne des Verständnisses eines „Weltauftrags des Christen” aktiv am Leben Leipzigsmitwirken und im Herzen der Stadt ihre Impulse dazu einbringen. Gerade dieser Gedanke hat dazu geführt, dass sich die Deutsche Bischofskonferenz das Neubauprojekt zu eigen gemacht hat und deutschlandweit dafür um Unterstützung wirbt.